Das Projekt

Schema des Projekts Vitisense

Innovative Werkzeuge gegen Rebkrankheiten

Ziel des Projekts VitiSense ist die Entwicklung neuer Werkzeuge zur Früherkennung von Holzkrankheiten der Rebe, um Winzerinnen und Winzer bei der Überwachung der Pflanzengesundheit in ihren Betrieben zu unterstützen. Das von der Universität Straßburg im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein getragene Projekt soll die Überwachung der Weinberge mithilfe innovativer Technologien verbessern, mit denen sich Krankheiten erkennen lassen, bevor sichtbare Symptome auftreten.

Holzkrankheiten: eine Herausforderung für den Weinbau

Holzkrankheiten stellen heute eine große Herausforderung für den Weinbau am Oberrhein dar. Sie werden durch Pilze verursacht, die die Rebstöcke nach und nach besiedeln, und entwickeln sich oft über mehrere Jahre unbemerkt. Wenn die ersten Anzeichen an Laub oder Holz sichtbar werden, ist es häufig zu spät: Die Erträge sinken, die Rebstöcke sterben ab und manche Parzellen müssen neu bepflanzt werden.

Bis heute beruht die Diagnose vor allem auf visuellen Beobachtungen, die nur begrenzt erlauben, die Entwicklung der Krankheiten vorherzusehen.

Neue Erkennungswerkzeuge entwickeln

Das Projekt beruht auf der Entwicklung von zwei innovativen Geräten:

  • Ein tragbares MRT-Bildgebungsgerät, das einfach und nicht-invasiv direkt am Rebstamm angebracht wird. Es ermöglicht einen Blick ins Innere der Rebstöcke, um Pilze, Nekrosen oder Fäulnis, die für das Absterben verantwortlich sind, frühzeitig zu erkennen.
  • Ein tragbarer optischer Sensor zur Analyse der Photosynthese, eigens für Rebblätter entwickelt. Er erkennt sehr früh Anzeichen von physiologischem Stress, die auf eine beginnende Erkrankung hinweisen, noch bevor Symptome auftreten.

Auf dem Weg zum Präzisionsweinbau

Langfristig können beide Technologien unabhängig voneinander eingesetzt oder in ein vernetztes System von Sensoren integriert werden, die über die Parzellen verteilt sind. Dieser Ansatz ebnet den Weg für einen Präzisionsweinbau, der den Gesundheitszustand der Reben kontinuierlich überwacht und gezieltere Eingriffe ermöglicht.

Der erwartete Nutzen ist vielfältig:

  • die Gesundheit der Weinberge verbessern;
  • Verluste durch das Absterben der Reben verringern;
  • eine nachhaltigere Bewirtschaftung der Weinbaubetriebe fördern;
  • zum Erhalt des Weinbauerbes am Oberrhein beitragen.

Zeitplan und Finanzierung

Das Projekt VitiSense hat eine Laufzeit von 36 Monaten, vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Das Gesamtbudget beläuft sich auf knapp eine Million Euro, davon werden rund 500.000 € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms Interreg Oberrhein finanziert.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.

Partner

Unter der Leitung der Universität Straßburg vereint das Projekt Partner aus Wissenschaft, Forschung, öffentlichen Einrichtungen und Industrie aus der Oberrheinregion.

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